Magnesium gehört zu den beliebtesten Mineralstoffen überhaupt – doch wer im Shop steht, merkt schnell: Es gibt nicht „das eine" Magnesium. Bisglycinat, Citrat, Komplex, L-Threonat, Malat, Oxid – die Auswahl ist riesig. Und genau die Form entscheidet darüber, wie gut dein Körper das Magnesium aufnimmt und wie gut du es verträgst.
In diesem Vergleich zeigen wir dir die wichtigsten Magnesium-Formen, ihre Wirkung und ihre Stärken – mit einem direkten Duell der beiden beliebtesten Varianten: Bisglycinat vs. Citrat. Am Ende weißt du genau, welche Form zu deinem Ziel passt.
Warum die Magnesium-Form so entscheidend ist
Magnesium liegt in Präparaten immer als Verbindung vor – gebunden an einen sogenannten Träger. Dieser Träger bestimmt zwei Dinge: die Bioverfügbarkeit (wie viel Magnesium tatsächlich im Körper ankommt) und die Verträglichkeit.
Grob unterscheidet man organische Verbindungen wie Bisglycinat, Citrat und Malat von anorganischen wie Oxid. Organische Formen gelten in der Regel als besser verfügbar und magenfreundlicher, während Oxid zwar viel elementares Magnesium liefert, aber schlechter aufgenommen wird.
Wichtig beim Vergleich: Achte immer auf das elementare Magnesium pro Portion – also die Menge reinen Magnesiums, nicht das Gewicht der gesamten Verbindung. Erst dieser Wert macht zwei Produkte wirklich vergleichbar.
Magnesiumbisglycinat: Wirkung & Vorteile
Bisglycinat (auch „Magnesium-Glycinat" genannt) ist Magnesium, das an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden ist – ein sogenanntes Chelat. Diese Bindung schützt das Magnesium auf dem Weg durch den Verdauungstrakt und macht die Form besonders magenfreundlich.
Genau deshalb ist Bisglycinat die erste Wahl für empfindliche Mägen und für die Einnahme am Abend: Es wird gut vertragen, wirkt nicht abführend und passt damit ideal in die Abendroutine. Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur normalen Funktion des Nervensystems bei – Eigenschaften, die viele gezielt zur Entspannung nutzen.
In Sachen Wirkung schätzen Anwender vor allem die sanfte Verträglichkeit: Auch höhere Dosierungen sind in der Regel kein Problem für den Magen. Ein beliebtes Beispiel aus unserem Sortiment ist das chelatierte Olimp Chela-Mag B6, bei dem zusätzliches Vitamin B6 die Aufnahme unterstützt.
Magnesiumcitrat: Wirkung & Vorteile
Citrat ist Magnesium, gebunden an Citronensäure – ein natürlicher Bestandteil unseres Energiestoffwechsels. Citrat zählt zu den am besten erforschten und gut bioverfügbaren Magnesium-Formen und ist deshalb extrem verbreitet.
Bei Sportlern ist Citrat besonders beliebt, weil Magnesium zu einer normalen Muskelfunktion beiträgt und über den Schweiß verloren geht. Ein kleiner Unterschied zum Bisglycinat: In höheren Mengen kann Citrat die Verdauung anregen – für manche ein willkommener, für andere ein unerwünschter Nebeneffekt.
Wer Magnesium aktiv rund um Training und Alltag einsetzen will, ist mit Citrat gut beraten. Ein bewährter Klassiker ist das PEAK Magnesium Citrate.
Weitere Magnesium-Formen im Kurzüberblick
Neben den beiden Favoriten gibt es weitere Formen mit speziellen Stärken:
- Magnesium-Komplex: kombiniert mehrere Formen – ideal für die unkomplizierte Grundversorgung. Oft als ZMA mit Zink und Vitamin B6 erhältlich, etwa das Haya Labs ZMA.
- L-Threonat: wird in der Forschung mit kognitiver Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht – interessant für mentalen Fokus.
- Malat: an Apfelsäure gebunden, oft im Zusammenhang mit Energie und Müdigkeit genannt.
- Oxid: günstig und mit hohem Elementaranteil, aber geringerer Bioverfügbarkeit – eher für den kurzfristigen Einsatz.
Welche Magnesium-Form passt zu deinem Ziel?
Damit du nicht lange überlegen musst – hier die schnelle Orientierung:
- Besser schlafen & entspannen: Bisglycinat, abends. Passend dazu auch unsere Kategorie Schlaf.
- Sport & Muskeln: Citrat, rund ums Training.
- Mentaler Fokus: L-Threonat.
- Einfache Grundversorgung: ein Komplex oder ZMA.
Alle Formen findest du gebündelt in unserer Magnesium-Kategorie, wo du die passende Variante direkt kaufen kannst.
Dosierung & Einnahme
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als Referenzwert rund 300–400 mg Magnesium pro Tag aus allen Quellen. Über Nahrungsergänzung empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zusätzlich höchstens 250 mg pro Tag.
Unabhängig von der Form gilt: Regelmäßigkeit ist wichtiger als die exakte Uhrzeit. Größere Mengen verteilst du am besten auf zwei Portionen – das verbessert die Verträglichkeit. Bei eingeschränkter Nierenfunktion solltest du vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.
Beliebte Magnesium-Produkte im Vergleich
Verschiedene Magnesium-Produkte aus unserem Sortiment im Überblick:



Häufige Fragen
Bisglycinat oder Citrat bei Muskelkrämpfen?
Beide Formen sind gut geeignet, da Magnesium zu einer normalen Muskelfunktion beiträgt. Sportler greifen oft zu Citrat, empfindliche Mägen eher zu Bisglycinat.
Welche Form ist am besten zum Schlafen?
Bisglycinat – es ist besonders magenfreundlich und wird gern abends eingenommen.
Kann man Bisglycinat und Citrat kombinieren?
Ja. Manche nutzen Citrat tagsüber und Bisglycinat abends. Achte dabei auf die Gesamtmenge an elementarem Magnesium pro Tag.
Was ist mit Magnesium-Komplexen?
Komplexe kombinieren mehrere Formen und sind praktisch, wenn du dich nicht festlegen willst – ein guter Allrounder für die Grundversorgung.
Du weißt jetzt, welche Form zu dir passt? Dann entdecke die ganze Auswahl in unserer Magnesium-Kategorie.
Quellen: EFSA – zugelassene gesundheitsbezogene Angaben zu Magnesium · DGE – Referenzwerte für die Magnesiumzufuhr · BfR – Höchstmengenempfehlungen.