Whey Protein

Whey Protein kaufen und sich kein überteuertes oder dubioses Pulver in den Warenkorb holen: Das ist gar nicht so einfach.
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Whey Protein: das populärste Protein

Whey Protein kaufen und sich kein überteuertes oder dubioses Pulver in den Warenkorb holen: Das ist gar nicht so einfach. Whey Protein, also Molkenprotein, ist nämlich das wahrscheinlich populärste Sportnahrungsergänzungsmittel – deshalb gibt’s davon hunderte Produktvarianten. Und natürlich behauptet jeder Hersteller, seine sei eine der besten. Klar, dass das nicht überall stimmt. Zwar enthält jedes Whey-Proteinpulver schnell resorbierbares Eiweiß, aber in Bezug auf Reinheit, Löslichkeit und Geschmack gibt es enorme Unterschiede. Hinzu kommt, dass viele Produkte unzureichend etikettiert sind: Ein Test der Verbraucherzentrale im Jahr 2017 ergab, dass auf 90 Prozent der überprüften Whey-Proteine keine Angaben zum Herkunftsland zu finden waren¹. Whey Protein ist also nicht gleich Whey Protein. Oder anders gesagt: Nicht alles, was nach Vanille riecht, ist als Supplement auch erste Sahne.

Was genau ist Whey Protein?

Whey Protein ist ein aus Molke gewonnenes Proteinpulver. (Molke wiederum ist eine Flüssigkeit, die bei der Käse- und Quarkherstellung als Nebenprodukt anfällt.) Es enthält alle neun essenziellen Aminosäuren und hat eine hohe biologische Wertigkeit – was bedeutet, dass es vom Körper leicht für den Aufbau von körpereigenen Eiweißstrukturen genutzt werden kann. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass die biologische Wertigkeit von Whey Protein signifikant höher ist als die von Casein und von veganem Protein². Außerdem ist Whey gut in Wasser oder Milch löslich.

Es ist auch das beliebteste Protein: Whey wird weitaus häufiger gekauft als Whey Isolat, Casein, veganes Protein und Mehrkomponentenprotein. Laut Markterhebungen beträgt der Anteil von Whey Protein auf dem Proteinmarkt fast 60 Prozent³. Darin eingliedert ist allerdings auch Clear Whey. Und wie wird Whey Protein hergestellt? Es stammt aus der Käseproduktion. Im Prozess der Käseherstellung wird der Milch die Flüssigkeit (Molke) entzogen, sodass Festmasse (Casein) zurückbleibt. Während die Festmasse dann zu Käse verarbeitet wird, nutzt man die Molke für die Herstellung von Proteinpulver. Dazu wird die Molke getrocknet und filtriert (Mikro- oder Ultrafiltration). Je nach Verfahren entstehen dabei verschiedene Proteinpulver-Reinheitsklassen.

Konzentrat vs. Isolat

Whey Konzentrat (WPC)

In der Reinheitsklasse Whey-Konzentrat – bzw. Proteinkonzentrat – hat das Pulver einen Proteinanteil von 60–75 %. Die übrigen 40–25 Prozent entfallen auf Fett, Kohlenhydrate und Restfeuchte. Aufgrund des recht hohen Fettgehalts ergibt Whey-Konzentrat, wenn es mit Wasser oder Milch angemischt wird, einen cremigen, vollmundigen Drink. Da Konzentrat im Vergleich zu den anderen Reinheitsklassen auch günstiger herzustellen ist, ist es die Standard-Klasse. Spricht man von „Whey Protein“, ist also eigentlich immer Whey-Konzentrat gemeint.

Whey Isolat (WPI)

In der Reinheitsklasse Whey-Isolat – bzw. Proteinisolat – hat das Pulver einen höheren Proteinanteil. Er beträgt 75–90 %. Wegen des niedrigeren Fett- und Laktoseanteils ist Isolat dünnflüssiger und weniger sahnig als Konzentrat. Und es ist auch teurer. Für Leute, die sich in einer Diätphase befinden, ist Whey-Isolat aber möglicherweise die bessere Wahl.

Neben diesen beiden Klassen gibt es noch die Klasse „Protein-Hydrolysat“. Hydrolysat hat einen ähnlich hohen Proteinanteil wie Isolat, zusätzlich ist es aber noch enzymatisch vorverdaut. Dadurch ist es extrem gut resorbierbar. Nachteil: Es hat einen etwas eigentümlichen Geschmack. Außerdem ist es die teuerste Variante. Wir beschäftigen uns in diesem Text aber nur mit WPC, also mit klassischem Whey-Konzentrat. Wenn du Whey-Konzentrat kaufen willst, bekommst du hier alle Infos, die du brauchst.

Was ist der wesentliche Vorteil von Whey Protein?

Whey‑Protein wird oft als „schnelles Protein“ bezeichnet. Das bezieht sich darauf, dass es leicht verdaulich ist und dass die enthaltenen Aminosäuren schnell ins Blut gelangen. Diese Eigenschaft begründete früher die Annahme, dass Whey-Protein ideal als Grundlage für einen Post-Workout-Shake geeignet ist. Man glaubte nämlich an ein „anaboles Fenster“, welches sich unmittelbar nach dem Training für kurze Zeit öffnet und den Körper besonders empfänglich für Aufbaustoffe macht. Whey Protein nach dem Training zu trinken, war deshalb jahrzehntelang gängige Praxis unter Bodybuildern. Heute weiß man aber, dass es dieses anabole Fenster so nicht gibt bzw. dass es über Stunden offen ist. Whey Protein ist also zwar ein gut verfügbares Protein; es ist aber nicht das perfekte Post-Workout-Protein. Die Direktive, dass man sofort nach dem Training einen Whey Protein Shake trinken sollte, gilt als überholt.

Wozu ist Whey Protein besonders gut geeignet?

Du kannst mit Whey Protein Muskelaufbau betreiben, zum Erhalt der Muskelmasse beitragen, deine Diät proteintechnisch aufwerten und auch einfach deine Proteinversorgung im Alltag verbessern. Alles ist damit möglich. Aufgrund seiner hohen biologischen Wertigkeit ist Whey Protein eine Art „Allround-Protein“.

Whey Protein für Muskelaufbau

Für Muskelaufbau benötigt der Körper ausreichend Eiweiß, das ist eine biologische Tatsache. Und allen TikTok-Influencer-Videos zum Trotz: Es gibt kein legales Supplement, dass im Hinblick auf Muskelaufbau bedeutend nützlicher ist. Nicht ohne Grund ist Protein neben Kreatin die einzige Nährmittelsubstanz, für die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gesundheitsbezogene Aussagen mit Bezug zu Muskelaufbau zugelassen sind. Logisch, dass der Einsatz von Whey Protein da im Kraftsport Sinn ergibt. Besondere Relevanz hat übrigens die Aminosäure Leucin: In Studien erwiesen sich 2–3 g Leucin pro Portion im Muskelaufbaukontext als nützlich⁴. Ein Protein-Shake mit 30 g Whey Protein liefert diese Menge problemlos.

Whey Protein für die Regeneration nach Ausdauertraining

Bei langen intensiven Trainingseinheiten (Ausdauertraining) baut der Körper Eiweißstrukturen ab. Um diese anschließend wieder aufzubauen, benötigt er Aminosäuren. Zwar kann man sich als Ausdauersportler diese Aminosäuren nach dem Training auch mit fester Nahrung zuführen (Quark, Eier, Käse etc.), aber mit Whey Protein geht’s bequemer.

Whey Protein zum Abnehmen und in der Diät

Auch im Rahmen von Fettabbau kann der Konsum von Whey Protein sinnvoll sein. Es beschleunigt zwar nicht die Fettverbrennung und hat auch keinen gewichtsreduzierenden Effekt, aber Whey Protein liefert Eiweiß ohne viel Fett und Zucker. Außerdem ist ein Whey-Protein-Shake relativ kalorienarm: Er hat nur einen Brennwert von 110–130 kcal (abhängig vom Proteingehalt des Pulvers). Das gilt allerdings nur, wenn er mit Wasser statt mit Vollmilch angemischt wird. Die Frage „Whey Protein mit Wasser oder Milch?“ sollte in der Diät also besser mit „mit Wasser“ beantwortet werden.

Whey für jeden – nicht nur für Bodybuilder

Die Zeiten, in denen Proteinpulver als reines Bodybuilding-Supplement galt, sind vorbei. Heute trinken Fußballer, Kampfsportler, Triathleten und Anhänger aller möglichen anderen Sportarten Proteindrinks. Aber nicht nur die: Auch Menschen ohne Sportambitionen – Gesundheitsbewusste, Senioren, Abnehmwillige – tun das. Und Whey Protein ist unter den Proteinarten eben das beliebteste (s. oben). Speziell Trainingsanfänger sind mit Whey Protein auch am besten beraten. Warum? Weil Whey das günstigste Protein ist, und weil es in puncto Geschmack am wenigsten Kompromissbereitschaft erfordert. Whey Protein für Anfänger: eine klare Empfehlung! Und Whey Protein für Frauen? Selbstverständlich kann Whey Protein auch von Frauen verwendet werden. (Dass man von Proteindrinks nicht unfreiwillig einen Haufen Muskeln bekommt, sollte jeder halbwegs informierten Frau klar sein.)

Wie viel Whey Protein täglich ist sinnvoll?

Die Frage „Wie viel Whey Protein pro Tag?“ gehört zu den am häufigsten gestellten Fragen im Kontext von Whey Protein. Wahrscheinlich liegt das daran, dass Whey Protein so gut schmeckt – was dazu verleitet, häufiger einen Shake zu trinken. Man sollte es damit aber nicht übertreiben. Shakes aus Whey Protein sind zwar, wie gesagt, kalorienarm, aber nicht kalorienfrei. Und wenn sie mit Vollmilch statt mit Wasser angemischt werden, können zwei bis drei Shakes (0,5 l) je nach Zucker- und Fettgehalt des Wheys mit über 1.000 kcal zu Buche schlagen. Abgesehen davon würden drei Vollmilch-Whey-Shakes auch rund 120 g Protein liefern. Das wäre glatt das Doppelte von dem, was die DGE für einen Erwachsenen mit 75 kg Körpergewicht empfiehlt⁵. Zwar darf man die DGE-Empfehlung (0,8 g Protein/kg Körpergewicht) eher als Mindestmaß ansehen; trotzdem wäre das enorm viel. Denn das Protein aus der normalen Nahrung käme ja noch dazu. Und mehr als 1,8 bis maximal 2,2 g pro Kilogramm Körpergewicht sind selbst für Hardcore-Bodybuilder nicht nötig.

Whey-Protein-Kaufberatung: Worauf muss man achten, wenn man Whey-Proteinpulver kaufen will?

Da es so viele Whey-Protein-Produkte am Markt gibt, ist es alles andere als einfach, eine gute Kaufentscheidung zu treffen. Wie solltest du also vorgehen? Jedenfalls solltest du nicht einfach „bestes Whey-Protein kaufen“ als Prompt in ein KI-Sprachmodell eingeben – da bekommst du nämlich nicht unbedingt eine objektive Antwort. Sieh dir lieber die Nährwerttabelle und die Zutatenliste der Produkte, die für dich in Frage kommen, genau an. Achte auf folgende Angaben:

  • Proteingehalt pro 100 g – der wichtigste Wert
    Ein gutes Whey-Konzentrat sollte mindestens 70 % Protein enthalten. Wenn der Proteinanteil deutlich darunter liegt, kaufst du z. B. bei einer 1-kg-Packung vielleicht nur 650 g Protein. Da muss das Produkt schon sehr günstig sein, damit sich das „rechnet“. Zudem ist ein WPC mit einem niedrigen Proteinanteil auch automatisch zucker- und fetthaltiger.

  • BCAA-Gehalt & Leucin-Anteil
    Der Anteil an BCAAs (engl. Branched‑Chain Amino Acids, auf Deutsch „verzweigtkettige Aminosäuren“) ist bei Proteinpulver ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Er sollte über 22 Prozent liegen. Allerdings wird der BCAA-Anteil auf vielen Produktpackungen nicht ausgewiesen. Die Menge der Aminosäure Leucin ist ebenfalls wichtig: Rund 2,5 g Leucin pro Portion gelten als sinnvoller Zielwert.

  • Zutatenliste – weniger ist mehr
    Je kürzer die Zutatenliste eines Whey Proteins, desto besser ist meistens das Produkt. Außer Protein und ggf. Vitaminzusätzen müssen eigentlich nur Aroma, ein Emulgator (meistens Lecithin) zur Verbesserung der Löslichkeit und Süßstoff (idealerweise kein Aspartam) enthalten sein. Trennmittel wie z. B. Siliciumdioxid sind kein Drama, wären aber unnötig, wenn das jeweilige Produkt gut getrocknet worden wäre. Und Pflanzenöle wie z. B. Palm- oder Kokosöl (in Pulverform) sind vollkommen unnötig. Sie sollen den Drink cremiger machen, machen ihn aber gleichzeitig auch hochkalorischer.

  • Herkunft: „Made in Germany“ ist gut, sagt aber oft nicht viel aus
    Europäische Milch gilt allgemein als hochwertiger Rohstoff, insofern sind Aussagen wie „Made in Germany“ auf der Packung werbewirksam. Aber Achtung: Oft bezieht sich das nur auf den Prozess der Abfüllung! Die Rohstoffe können aus anderen Ländern stammen. Nur dann, wenn explizit gesagt wird, dass das Produkt aus deutscher Milch (oder Molke) hergestellt wurde, ist es rundum „Made in Germany“.

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  1. Verbraucherzentrale (2025): Woher kommt Ihr Whey Protein wirklich? (https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/woher-kommt-ihr-whey-protein-wirklich-102389)
  2. Wikipedia (2026): Whey Protein (https://en.wikipedia.org/wiki/Whey_protein#cite_ref-18)
  3. Mordor Intelligence (2026): Marktgröße und Marktanteilsanalyse für Molkenprotein (2026–2031) (https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/global-whey-protein-market)
  4. M. J. Drummond (2016): “Leucine-Enriched Nutrients and the Regulation of mTOR Signalling and Human Skeletal Muscle Protein Synthesis” (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5096790/)
  5. DGE (2017): Referenzwerte Protein (https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/protein/)

Häufig gestellte Fragen

Whey-Protein günstig kaufen – wo geht das am besten?

Da Whey-Protein heute in jedem größeren Supermarkt zu haben ist, stellt sich die Frage: Wo bekommt man’s am günstigsten? Das ist nicht leicht zu beantworten. Wenn Discounter oder Drogeriemärkte Rabatt-Aktionen starten („20 % auf alle Fitnessprodukte“), kann man dort recht günstig an Whey Protein kommen. Allerdings ist die Markenauswahl im Retail-Handel generell nicht allzu groß. In spezialisierten Shops wie hier bei Stayfocused ist die Auswahl viel größer – und wir haben auch immer wieder Rabatt-Aktionen. Abonniere unseren Newsletter, wenn du’s bisher noch nicht getan hast!

 

Whey-Protein-Dosierung pro Portion – wie hoch?

Wie viel Whey-Proteinpulver gehört in einen Shake? Üblich sind 25–30 g. Den meisten Whey-Proteinpackungen liegt ein Portionierungslöffel bei, der genau diese Menge fasst. Bei mehr als 30 g Pulver schmeckt ein Whey-Protein-Shake womöglich etwas „chemisch“ und hinterlässt ein sandiges Gefühl im Mund.

Ist Whey Protein und Eiweißpulver dasselbe?

Ja, Whey-Proteinpulver ist dasselbe wie Eiweißpulver. Die Begriffe „Protein“ und „Eiweiß“ sind Synonyme. „Eiweiß“ ist der volkstümliche Begriff, den es seit dem 18. Jahrhundert gibt; „Protein“ ist die wissenschaftliche Bezeichnung.

 

Hat Whey Protein Nebenwirkungen?

Für gesunde Menschen gilt Whey grundsätzlich als gut verträglich. Menschen mit Laktoseintoleranz können allerdings Verdauungsprobleme bekommen, weil WPC relativ viel Milchzucker enthält. Sie sollten sich eher auf Isolat oder auf pflanzliche Proteine konzentrieren.